Noch einmal Abend(b)rot und dann ist wieder BAUSLAM-Time

wir ( die fränkische baufreitag- Fraktion) freuen uns auf den ZWEITEN BAUSLAM in Schwetzingen. Das Abendrot zumindest deutet es an: morgen wird´s orange und bunt ! www.bauslam.de ALLE Beiträge werden gefilmt & gepostet …. oder: live einloggen und zusehen / zuhören !!

[Fachartikel]: Herstellung der Luftdichtheit bei der Dachsanierung von außen: Dachsanierung sicher und schnell mit vorgefertigen Detaillösungen

Herstellung der Luftdichtheit bei der Dachsanierung von außen:  Dachsanierung sicher und schnell mit vorgefertigen Detaillösungen

Oberste Priorität bei der Sanierung von Dachwohnungen hat in der Regel die energetische Ertüchtigung. Doch spielt auch die Behaglichkeit eine zunehmend wichtige Rolle. Denn viele unsanierte Dachwohnungen sind ungemütlich. Das liegt am unzureichenden Wärmeschutz, einhergehend mit kalten Außenwänden und mangelhafter Luftdichtheit, die zu Zugerscheinungen und trockener, unangenehmer Raumluft führt.

10_Abb10_VorSanierung

Dieses Walmdach einer Villa in Heidelberg sollte energetisch saniert werden. Die Herausforderung: Verschiedene Innenbeplankungen wie Holz und Putz etc. Zudem fehlte hinter dem Drempel jegliche Unterkonstruktion.

Sanierungsvarianten: Sub-and-Top und Verlegung der Luftdichtheitsebene über den Sparren

Es gibt mehrere Möglichkeiten, ein bewohntes Dachgeschoss von außen zu sanieren. Die häufigste Art und Weise ist die Kombination von Zwischensparren- und Aufsparrendämmungen.

Für die Funktion der Wärmedämmkonstruktion ist der fachgerechte Einbau einer Luftdichtungsbahn erforderlich. Nach EnEV ist die Luftdichtung auch vorgeschrieben. Abhängig von der Gesamtkonstruktion gibt es zwei Varianten, die sich auf dem Markt durchgesetzt haben und als am sichersten gelten. Sie unterscheiden sich durch die Verarbeitungsweise und den sd-Wert der verwendeten Bahnen unterscheiden.

Erstens die Sub-and-Top-Lösung: Die feuchtevariable Sanierungsdampfbremse wird schlaufenförmig sub-and-top verlegt (im Gefachbereich innen auf der vorhandenen Innenbekleidung aufliegend, im Sparrenbereich außenseitig über das Holz geschlauft).Es erfolgt eine Zwischensparrendämmung und oft eine zusätzliche Überdämmung der Sparren mit Aufdachdämmstoff, z.B. Holzfaserdämmplatten.

Die zweite Variante: Die flächige Verlegung. Hier wird zuerst das bestehende Sparrengefach komplett ausgedämmt. Anschließend wird die Luftdichtungsbahn über die Sparren verlegt und mit einer Aufsparrendämmung aus Holzfaserunterdeckplatten überdämmt.

Untergrund reinigen, Montagewinkelleiste an Sparrenoberkante anzeichnen und ablängen.Tipp: Gleich Leisten für weitere Anschlüsse vorbereiten. Dazu mehrere Winkel übereinander legen und mit einer Kreissäge entsprechend ablängen.

Untergrund reinigen, Montagewinkelleiste an Sparrenoberkante anzeichnen und ablängen.Tipp: Gleich Leisten für weitere Anschlüsse vorbereiten. Dazu mehrere Winkel übereinander legen und mit einer Kreissäge entsprechend ablängen.

Untergrund mit TESCON PRIMER RP vorbehandeln. TESCON FIX am Sparren mit Tackerklammern fixieren.

Untergrund mit TESCON PRIMER RP vorbehandeln. TESCON FIX am Sparren mit Tackerklammern fixieren.

Dämmung hohlraumfrei einfügen. Anschließend die Dämmung einschieben. Die DASAPLANO 0,01 connect entsprechend der Verarbeitungsrichtlinie verlegen und am Sparren ausklinken.

Dämmung hohlraumfrei einfügen. Anschließend die Dämmung einschieben. Die DASAPLANO 0,01 connect entsprechend der Verarbeitungsrichtlinie verlegen und am Sparren ausklinken.

Achtung bei der Auswahl der richtigen Bahn

Bei beiden Varianten ist die Auswahl der richtigen Bahn mit entsprechendem sd-Wert entscheidend. Bei der Sub-and-Top-Verlegung sollte ein zu hoher sd-Wert der Bahn oberseitig der Sparren vermieden werden, da dieser die Austrocknung von auftretender Kondensatfeuchte behindert. Eine Dampfbrems- und Luftdichtungsbahn mit feuchtevariablem Diffusionswiderstand, der im feuchten Bereich sd-Werte kleiner 0,1 m annehmen kann, ermöglicht, dass auftretende Feuchtigkeit nach außen abtrocknet. Dadurch steigt die mögliche Austrocknung deutlich und teure Sanierungen infolge Bauschäden durch Schimmelpilzbildung werden vermieden. Bei der Verlegung einer Luftdichtheitsbahn auf den Sparren müssen diffusionsoffene Bahnen verwendet werden. Dampfbremsen wären hier zu weit im Kaltbereich angeordnet.

Praxisbeispiel: Schwieriger Dachaufbau mit Aufschieblingen und Zwischenwänden

Die Auswahl des Sanierungssystems ist von den Gegebenheiten abhängig. Die Sub-and-Top Lösung ist die bauphysikalisch sicherere Variante. Jedoch wird die flächige Verlegung über den Sparren oft aus Zeit- und Kostengründen bevorzugt. Bei dem dargestellten Bauvorhaben haben sich Architekt und Verarbeiter aufgrund des schwierigen Dachaufbaus für eine flächige Verlegung entschieden. Andernfalls hätten Gratsparren, Aufschieblinge, Zwischenwände die teilweise in die Dämmebene hineinrragen und Versorgungsleitungen berücksichtigt werden müssen.

Größte Fehlerquelle: Anschluss an die Traufe

Die Luftdichtungsebene darf keine Lücken ausweisen, weil auch kleinste Leckagen große Bauschäden verursachen können. Beispielsweise kann durch eine 1mm Fuge mit1 m Länge bis zu 800 Gramm Wasser pro Tag in die Konstruktion bzw. in die Dämmung eindringen (s. Grafik: 800g Tauwasser durch 1mm Fuge). Die größte Fehlerquelle bei Planung und Verarbeitung ist, dass Detaillösungen nicht zu Ende gedacht bzw. bewusst oder unbewusst übersehen werden.

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800g Tauwasser durch 1mm Fuge

Die Herausforderung: Die Folie muss im Traufbereich von der Ebene oberhalb der Sparren zum Ringanker bzw. Mauerwerk hinunter geführt werden.Generell ist es die schnellste und sicherste Variante, im Traufbereich die alten Sparren zu kürzen. In diesem Fall kann der neue Dachüberstand im Bereich der Dämmung mit aufgedoppelten Hölzern neu ausgebildet werden.

Sollte dies wie im gegebenen Fall nicht möglich sein, muss die Luftdichtungsbahn um die bestehenden Sparren herumgeführt werden. Diese Sparrendurchdringungen abzudichten stellt einen erheblichen Arbeitsaufwand dar. Problematisch ist hier zum einen die nicht vorhandene Befestigungsmöglichkeit der Folien an den Sparrenflanken und zum anderen die raue Holzstruktur, an der angeklebt werden muss und die oft noch durch Längsrisse begleitet wird.

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LEGENDE: 1 Aufsparrendämmung Holzfaserunterdeckplatte 2 Luftdichtungsbahn DASAPLANO 0,01 connect 3 faserförmige Gefachdämmung 4 Mauerkrone 5 Anschlusskleber ORCON F ORCON CLASSIC ORCON LINE 6 Ringanker

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Sichere und schnelle Dachsanierung von außen mit vorgefertigter Montageleiste

Fehlen Befestigungsmöglichkeit an den Sparren, ist es sinnvoll diese zu schaffen. Dafür gibt es vorgefertigte Detailllösungen, wie beispielsweise die Montagehilfe TESCON FIX, die MOLL pro clima im Herbst 2014 eingeführt hat. TESCON FIX schafft bei eckigen und leicht runden Durchdringungen eine saubere Verklebungsebene für den luftdichten Abschluss. Der definierte Abschluss ermöglicht hohlraumfreies Dämmen.

Viele Handwerker stellen diesen Übergang mit Dachlattenstücken her. Jedoch ist dies mit höherem Zeit- und Werkzeugaufwand verbunden. TESCON FIX kann mit einem Cuttermesser zugeschnitten und einem herkömmlichen Tacker befestigt werden.

Die Verarbeitungshinweise der vorgefertigten Montagewinkelleiste finden Sie detailliert hier: WissenWIKI Verarbeitungshinweise TESCON FIX

MOLL pro clima bietet seit kurzem auch Sanierungsseminare an, in denen praktische Lösungen vorgestellt und ausfgeführt werden: Praxisgerecht sanieren

 

Bildschirmfoto 2015-12-21 um 16.12.54Zum Autor

Goetz_Jochen_bionic3 _6_Jochen Götz ist Zimmerermeister und berät Luftdichtungs- und Winddichtungssysteme für MOLL pro clima im Außendienstgebiet Süd-West.

Geboren in eine Zimmerer-Familie, ist er quasi mit dem Werkstoff Holz aufgewachsen. Das Thema Bauen fasziniert Jochen Götz, weil: „es Spaß macht und man einen dauerhaften Wert schaffen kann, wenn man es richtig macht.“ Der gelernte Zimmerermeister hat die vergangenen Jahre für einen Holzhändler gearbeitet und dabei auch Luftdichtungssysteme beraten: „Mir macht der Umgang mit Menschen Spaß und vor allem, dass eine qualifizierte Beratung möglich ist. Es werden unheimlich viele Fehler draußen auf Baustellen gemacht. Hier möchte ich aufklären und gefährliches Halbwissen auflösen“, sagt Jochen Götz.

Kontakt: 0151 – 562 675 23 oder E-Mail: jg@bio­nic3.de

Weitere Informationen zu Jochen Götz:
https://de.proclima.com/service/aussendienst/sued-west/suedhessen-bw-pfalz-saarland

 

Neue Qualifikation für den Holzbau in Biberach

Die ersten Absolventen des Meisterkurses Ingenieure sprechen über ihre Erfahrungen, Jobaussichten und Projekte

Geselle, Polier, Bauingenieuer und Zimmermeister – das in einem kompakten Studiengang zu lernen war bisher nicht möglich. Das Zimmererzentrum Biberach hat dazu ein Angebot entwickelt. Die ersten Absolventen werden im Februar 2016 ihren Abschluss machen. Von 22 Studenten sind sieben übrig geblieben: „Das zeigt, wie anspruchsvoll die Inhalte sind und dieser Studiengang nur mit viel Ehrgeiz und Engagement zu schaffen ist“, sagt Seminarmanagerin Anna Strahl. Sie hat die Studierenden des Biberacher Modells von Anfang an betreut.

Derzeit befindet sich der Studiengang in der Prüfungsvorbereitung. Während eines Seminars zum Thema Internet und Presse erzählen sie über ihre Motivation, Erfahrungen und zukünftige Projekte.

Auf dem Weg nach oben: die ersten Absolventen des Biberacher Modells. In der Mitte Seminarmanagerin Anna Strahl.

Auf dem Weg nach oben: die ersten Absolventen des Biberacher Modells. In der Mitte Seminarmanagerin Anna Strahl.

Michael Scheffold

Michael Scheffold

Familientradition modern weiterführen
Michael Scheffold, 24 Jahre alt aus Laupheim zu seiner Motivation die fünfeinhalb jährige Ausbildung zum Projektmanager, Bauingenieur und Zimmemeister zu abolvieren: „Weil ich mir das Wissen aneignen wollte, wie man erfolgreich ein Zimmererunternehmen leitet. Ziel ist, dass ich unser Familienunternehmen, die Scheffold Holzbau GmbH (http://www.scheffold-holzbau.de/) erfolgreich weiter zu führen.“

 

Timo Mahl

Timo Mahl

Fokus auf Qualität im Holzbau
Timo Mahl, 24 Jahre alt aus Meersburg wollte unbedingt eine Ausbildung im Holzbau machen und studieren: „Daher habe ich mich für die Kombination am Kompetenzzentrum Biberach entschieden. Hier wird sowohl Theorie als auch Praxis gelehrt. Der Meisterkurs hier hat einen sehr guten Ruf, auch meine Kollegen bei Holzbau Schmäh haben hier ihre Ausbildung gemacht”.

 

 

Julian Arnold

Julian Arnold

Leidenschaft für den Werkstoff Holz
„Unser Familienunternehmen Arnold Haus GmbH besteht seit 1866. Ich bin mit Holzklötzen aufgewachsen und wollte schon immer Zimmerer werden. Für diese intensive Ausbildung in
Biberach habe ich mich entschieden, weil Wissen die Grundlage für Qualität ist. Ich interessiere mich vor allem für den Hausbau und freue mich zu zeigen, welche tollen Konstruktion man mit dem vielfältigen Werkstoff Holz bauen kann“, sagt Julian Arnold aus Riedlingen.

Alexander Erny

Alexander Erny

Inspiration durchs Studium
Alexander Erny, 24 Jahre alt, ist aus Mannheim und arbeitet in dem Familienunternehmen Holzbau Erny in der fünften Generation. Nach seinem Abschluss als Bauingenieur und Zimmermeister will er in anderen Unternehmen Erfahrungen als Bauleiter sammeln: „Durch das Ingenieurstudium habe ich viele Bereiche des Bauens kennen gelernt. Jetzt möchte ich auch meinen Horizont praktisch erweitern. Besonders interessieren mich große Hochbauprojekte. Das Spannende hier ist, dass viele Gewerke und Werkstoffe aufeinander treffen.“

Philip Waldmann

Philip Waldmann

Verbindung von Theorie und Praxis
Philip Waldmann aus Besigheim ist 27 Jahre alt und wollte schon immer Bauingenieurswesen studieren: „Dadurch habe ich ein gutes Verständnis bekommen, wie beispielsweise Statik und Architektur zusammenhängen. Die handwerkliche Ausbildung war mir wichtig, damit ich praktische Erfahrung sammle und auch mich als Führungspersönlichkeit entwickeln kann.“ Er wird nach seinem Abschluss im Februar 2016 wieder in seinem Ausbildungsbetrieb Rikker Holzbau in Affalterbach arbeiten.

 

Michael Fritz

Michael Fritz

Mit allen Baubeteiligten auf Augenhöhe
Auch Michael Fritz, 25 Jahre, aus Schlat ist überzeugt, dass die beste Qualität eine Symbiose aus tiefem Fachwissen und praktischen Erfahrung entsteht: „Im Studium habe ich die akademische Seite kennen gelernt, beispielsweise auf was Bauleiter achten müssen. Durch meine Ausbildung zum Zimmerer weiß ich wie der Ton auf einer Baustelle ist und wie man mit Planern und Ausführende umgeht. Nach meinem Abschluss in Biberach werde ich wieder bei meinem Ausbildungsbetrieb Holzbau Pfnür arbeitet. Dieses Mal jedoch nicht als Auszubildender, sondern als Führungskraft.“

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Mehr zum Studiengang

21. Internationales Holzbau Forum in Garmisch

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Stefan Hückstädt, pro clima Anwendungstechniker und Känguru-Seminar-Referent, ist derzeit mit einem pro clima Team auf dem 21. Internationalen Holzbau Forum in Garmisch.
Seine Eindrücke ersten Eindrücke:

“Auch dieses Jahr ist pro clima wieder beim Internationalen Holzbauforum in Garmisch-Partenkirchen vertreten. Das IHF stellt DIE Veranstaltung im Bereich Holzbau schlechthin dar. Alljährlich trifft sich in Garmisch-Partenkirchen, am Fuße der Zugspitze, ein Großteil der Branche. Mit dabei sind viele einschlägige Vertreter aus den Bereichen Holzbau, Planung, Forschung und Lehre sowie Industrie und Handel.
Über insgesamt drei Tage können eine Vielzahl an interessanten Vorträgen besucht werden. Schwerpunktthemen sind dabei dieses Jahr unter anderem die Themen Modernisierung und Energieeffizientes Bauen sowie im Bereich Konstruktion: Lösungen mit Brettsperrholz und Hybrid-Bauweise (Holz-Beton). pro clima betreut wie jedes Jahr einen Stand in der Fachausstellung. Mit dabei sind neben mir: Michael Förster (Leiter Anwendungstechnik) , Axel Schmidt (Export) , Marcus Willink (Technik-Hotline & WISSEN) und  Arnold Wittig (Vertrieb)

Stefan auf IHF

Stefan Hückstädt (Mitte) im Gespräch am pro clima Stand

Am Stand sowie im Umfeld der gesamten Fachausstellung und im Rahmen der Abendveranstaltungen ergeben sich viele interessante Gespräche mit Holzbauunternehmern und Industrievertretern. Das IHF ist keine klassische Endkundenmesse. Vielmehr ist es ein großes Branchen-internes Treffen, bei dem das Netzwerken im Vordergrund steht. Natürlich können auch bei dem ein oder anderen interessanten Vortrag neue Ansätze und Entwicklungen im Holzbau verfolgt werden.

Heuer ist das IHF sehr gut besucht. Bereits früh morgens zur Auftaktveranstaltung waren ungewöhnlich viele Besucher in der Fachausstellung unterwegs. In den letzten Jahren war der Auftakt oft noch ein wenig ruhiger und der Großteil der Besuche erschien erst im Laufe des Tages.

IMG_1115Persönlich freut es mich neben Kunden und Partnern auch ehemalige Kommilitonen und Professoren der Hochschule Rosenheim wiederzusehen. Neben der hohen Qualität der Vorträge, Aussteller und Besucher, rundet das alpenländische Ambiente bei herrlichem Winterwetter die Veranstaltung ab! Das IHF stellt auch für mich persönlich zum Jahresende nochmal ein besonders Highlight dar. Ich bin gespannt, wie die Veranstaltung weiterhin verläuft und freue mich auf weitere interessante Gespräche.”

Stefan_HückstädtÜber Stefan Hückstädt
Nach der Ausbildung zum Zimmerer, entschloss er sich zur Weiterbildung im Bereich Holzbau und studierte nach dem nachgeholten Abitur an der Hochschule Rosenheim Holzbau und Ausbau. Bereist während des Studiums interessierte er sich für die Bauphysik, weil es ein spannendes Thema abseits der üblichen Tätigkeit des Holzbauingenieurs im Bereich der Statik ist. Über dieses Interesse kam er dann auch zu pro clima. Heute berate er in der Anwendungstechnik Architekten, Verarbeiter, Händler sowie Bauherren. Für die pro clima Wissenswerktstatt fungiert er als Referent bei den Seminaren “Sicher dichten” und “Praxisgerecht sanieren“.

Erreichbar ist Stefan Hückstädt unter: stefan.hueckstaedt@proclima.de

Weitere Artikel von Stefan Hückstädt:

Schnittstelle Baustelle 2016: Neue Termine, Orte und Programm

Die gewerkeübergreifende Schulung tourt durch acht deutsche Städte

„Dort, wo der eine Verarbeiter aufhört, fängt der andere an“ – dieser Satz von Inthermo-Geschäftsführer Stefan Berbner gilt nicht nur beim gewerkeübergreifenden Arbeiten auf der Baustelle, sondern auch für das Konzept Schnittstelle Baustelle. Seit sechs Jahren bietet pro clima mit Inthermo und weiteren Partnern diese besondere Kompaktschulung an. Handwerker, Berater, Planer und Händler erhalten an einem Tag Lösungen zu Fragen des realen Baualltags: Von der Luft- und Winddichtung über vorgehängte, hinterlüftete Putzfassaden im Holzbau bis zu Schimmel- und Feuchtesanierung. Dieses Mal mit dabei: das Spezialthema Lehm.

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Im vergangenen Jahr haben 700 Handwerker, Planer und Energieberater die Schnittstelle Baustelle besucht. Das Kompaktseminar ist in verschiedene Theorie- und Praxismodule aufgeteilt.

Das Seminarprogramm ist auf die Bedürfnisse und Wünsche der Teilnehmer angepasst: „Wir haben die Rückmeldungen aus den vergangenen Jahren ausgewertet und in das aktuelle Programm einfließen lassen“, sagt Architekt Oliver Goldau von pro clima. „Beim Bauen wird es schnell heikel, wenn es um Anschlüsse und um gewerkeübergreifendes Arbeiten geht. Hier wollen wir mit praxisgerechten Details und Fachwissen helfen.“

Organisiert wird Schnittstelle Baustelle von pro clima, Spezialist für die Luftdichtung innen und Winddichtung außen und dem Hersteller von ökologischen Wärmedämmverbundsystemen Inthermo. Neu dabei sind dieses Jahr Redstone (Feuchte- und Schimmelpilzsanierung) und Claytec (Lehmbau). Als Aussteller sind dabei: Wolfin (Flachdachabdichtungen) und das Unternehmen Schmitt (Formteile für Fenster-, Tür- und Bauöffnungslaibungen für den Innenausbau).

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Dachdecker- und Klempnermeister Ralf Jellonneck (links) mit Holger Merkel von pro clima bei der vergangenen Schnittstelle Baustelle: „Auch schwierige Details sind lösbar und somit auch alle Probleme bei der Sanierung. Man muss sich nur vorher Gedanken machen. Auch wenn das erst einmal aufwendiger ist, macht dadurch allen die Arbeit mehr Spaß und letztendlich ist das auch die Garantie für qualitative Arbeit.“

Programm, alle Termine und Orte:

Weitere Infos & Anmeldung:
www.schnittstelle-baustelle.de

Fotos und Videos von der Generalprobe zu Schnittstelle Baustelle:
https://www.flickr.com/photos/schnittbau/albums/72157660986670160

Alle Fotos und Videos zu Schnittstelle Baustelle:
https://www.flickr.com/photos/schnittbau/albums

Digitale Kanäle zu Schnittstelle Baustelle

Pressemitteilungen:
http://www.presseportal.de/nr/107454

Blog:
http://blog.schnittstelle-baustelle.de/

Twitter:
https://twitter.com/schnittbau

Facebook:
https://www.facebook.com/schnittstellebaustelle/

Diese Pressemitteilung als PDF:
2015_PM_Schnittstelle-Baustelle 2016

Pressekontakt:
Heide Gentner
heide.gentner@proclima.de
Tel: 06202/2782-56

Dach-Praxis-Tour 2015: Alle Vorträge online

Bildschirmfoto 2015-12-02 um 13.05.32Die Vorträge von der Dach-Praxis-Tour 2015 sind alle online. Die Videos und Folien finden Sie hier:
https://dach-praxis.proclima.com/archiv/2015#videos

Aktuelle Informationen zur Dach-Praxis-Tour erhalten Sie im Newsletter:
https://dach-praxis.proclima.com/auf-dem-laufenden-bleiben

Känguru: die pro clima Wissenswerkstatt

Bildschirmfoto 2015-11-26 um 18.55.27„Je mehr Spaß ich habe, desto mehr kann ich lernen“ – das ist das Motto des pro clima Seminarprogramms. Jetzt wurde es weiter entwickelt: aus dem alten Seminarprogramm wird die pro Wissenswerkstatt “Känguru”. Hier wird Wissen nicht nur weitergegeben, sondern so vermittelt, dass es sofort im Baualltag angewendet werden kann. Dabei steht das Känguru als Synonym für Vorwärtsbewegung und Wissensvorsprung. Das Ergebnis ist ein abwechslungsreiches Seminarprogramm.

13 verschiedene Seminare umfasst das Känguru derzeit, die als Modulsystem aufeinander aufbauen und auf die individuellen Anforderungen, Vorkenntnisse, Fähigkeiten und Zielsetzungen der Teilnehmer zugeschnitten sind.

Mit den Känguru Seminare schnell und effizient ans Ziel – ausgerüstet mit einem reichhaltigen Beutel voller Wissen und Erfahrung. Die praxiserfahrenen Trainer vermitteln komplexe Themen kompetent, authentisch, produktneutral und modern – in unserem pro clima Schulungskomplex. Ein spannender Mix aus theoretischem Fachseminar und Praxisschulung in unseren Praxisräumen, die mit 1:1 Modellen ausgestattet sind.

Känguru ist praxisbezogen und aktuell, aktiv und abwechslungsreich. Daher umfasst das Programm neben Seminaren zu den täglichen Herausforderungen an Dach und Gebäudehülle auch aktuelle Trends wie den richtigen Umgang mit Internet und Sozialen Medien für Firmen oder Zeitgemäße Mitarbeiterführung. Unterteilt in Basisseminare, Fortgeschrittenen- und Expertenseminare bietet Känguru für jeden Wissenstand das richtige Einstiegsseminar. Und das Beste: für einen Teil der Seminare werden acht Unterrichtseinheiten für die Energieeffizienz-Expertenliste für Förderprogramme des Bundes angerechnet. Die 13 Känguru Seminare im Überblick:

Basisseminare:
Fortgeschrittenenseminare:
Expertenseminare:

Kontakt:

Weitere Informationen zu den Känguru Seminaren, deren Auswahl, Termine und Veranstaltungsorte erhalten Sie von Seminarmanagerin Jael Fingerle unter info@kaenguru.me oder telefonisch unter 0 62 02 – 57 814.22.

Weitere Infos:

Känguru Seminarprogamm: https://www.kaenguru.me/

Das Känguru auf Facebook: https://www.facebook.com/kaengurume

Das Känguru auf Twitter: https://twitter.com/kaengurume

Das Känguru auf Tumblr: http://kaenguru.tumblr.com/

 

 

Interview zum Thema Wissensvermittlung mit Uwe Bartholomäi, Geschäftsführer MOLL pro clima.

Interview zum Thema Wissensvermittlung mit Uwe Bartholomäi, Geschäftsführer MOLL pro clima.

Noch mehr Hintergründe zur pro clima Wissenswerkstatt, was das Besondere an den Seminaren ist und ob jetzt bei pro clima gehüpft wird – das beantwortet pro clima Geschäftsführer Uwe Bartholomäi. Hier hören oder lesen: https://blog.proclima.com/de/2015/11/bauradio-013/

Flockertreffen bei pro clima

Bildschirmfoto 2015-11-23 um 16.55.23Vergangene Woche hat bei pro clima ein Flockertreffen stattgefunden, zu dem ich als Referent eingeladen worden bin. Mein Thema war Bauschadensfreiheit und aktives Feuchtemanagement: hier geht es um die Sicherheit von verschiedenen Konstruktionen und was bei deren Aufbau besonders zu beachten ist. Wer hier Unterstützung braucht kann sich immer an die pro clima Technik-Hotline wenden: https://de.proclima.com/service/technikhotline , Fon: 0 62 02-27 82.45

Organisiert hat das Fachbetriebstreffen der Zellulosedämmstoffhersteller isofloc aus Kassel-Lohfelden. Mehr als 40 Zimmerer, Dachdecker und Schreiner/Tischler waren zu dem Flockertreffen aus Süddeutschland angereist. Sie machten mit ihren vielen Fragen die Vorträge lebendig, auch in den Pausen hatten sie viele Fragen. Es hat Spaß gemacht, über aktuelle Projekte zu sprechen.Bildschirmfoto 2015-11-23 um 16.54.53

Meine Kollegin Heide Gentner hat beim Flockertreffen einen Vortrag zum Thema Social Media und Blogs gehalten. Sie können diesen hier anschauen:
https://www.youtube.com/watch?v=cbSwuM2kbAc&feature=youtu.be

Bildschirmfoto 2015-11-23 um 16.55.44Einer der Teilnehmer, Karl-Heinz Gessenich von der Dachreiter GmbH hat einen Nachbericht zum Flockertreffen veröffentlicht: https://dachreiterblog.wordpress.com/2015/11/21/neue-techniken-und-moglichkeiten-zu-dammung-und-luftdichtung/

Weitere Infos zum Flockertreffen, Nachberichte und Fotos finden Sie auf dem Blog des pro clima Außendiensts Süd-West, der dieses Gebiet auch für isofloc betreut:
http://airtight-junkies.de/2015/11/fachbetriebstreffen/

Fotos vom Flockertreffen
https://www.flickr.com/photos/airtight-junkies/sets/72157660570653949

Programm Flockertreffen
http://airtight-junkies.de/2015/10/flockertreffen-programm/

Flockertreffen am 17. November in Schwetzingen bei pro clima – 3 Gründe
http://airtight-junkies.de/2015/11/gruende-flockertreffen/

Über mich, Michael Föster (44):
Ich arbeite seit 2001 bei pro clima und leite seit 2006 die Anwendungstechnik.
Seit 14 Jahren beschäftige mich intensiv mit der Bauphysik wärmegedämmter Konstruktionen und verantworte die technischen Aussagen von pro clima. Ich bin u.a. betraut mit der Zulassung von pro clima Produkten in den verschiedensten Ländern. Weiterhin unterstütze ich die Entwicklung von Normen und Güte- und Prüfbestimmungen durch meine Mitarbeit in einer Reihe von AusschüssenZu guter letzt bin ich verantwortlich für den Bereich der Qualitätssicherung.

Als Referent spreche ich über Bauschadensfreiheit, die sichere Dichtung der Gebäudehülle, aber auch darüber, wie man mit Qualität
überzeugt. Meine Seminare finden Sie hier:
https://www.kaenguru.me/seminare/rechtssicher-bauen/
https://www.kaenguru.me/seminare/qualitaet-beraten/

Weitere Infos auf meinem Xing Account: https://www.xing.com/profile/Michael_Foerster3

Dach-Praxis-Tour 2015: Erste Impressionen

Bildschirmfoto 2015-11-22 um 21.45.23Die Dach-Praxis-Tour hatte am Freitag sein Finale in Ettlingen. Die ersten Impresseionen der Tour finden Sie auf unserem Flickr-Account:
https://www.flickr.com/photos/proclima/albums

Die Vorträge finden Sie demnächst hier und auf www.dach-praxis.de Auch ein Nachbericht wird folgen.

So tickt pro clima: „Bei einem erfolgreichen Unternehmen muss der Mensch im Mittelpunkt stehen“

Uwe Bartholomai, Geschäftsführer bei pro clima spricht über proclima als Arbeitgeber, die Entwicklung und Philosophie der Firma.

Uwe Bartholomai, Geschäftsführer bei pro clima spricht über proclima als Arbeitgeber, die Entwicklung und Philosophie der Firma.

Firmenphilosophie und Entwicklung von MOLL pro clima – Interview mit dem Geschäftsführer Uwe Bartholomäi.

Wer die Zentrale von MOLL pro clima in Schwetzingen besucht, betritt ein modernes, von Licht durchströmtes Gebäude. Die Räume großzügig gestaltet, mit einem hohen Eingangsbereich und einem multimedialen Besucherzimmer. MOLL bauökologische Produkte erweitert derzeit Büro- und Meetingräume. Ein Bereich ist gerade fertig geworden.

Die andauernden Bauarbeiten symbolisieren das stetige Wachstum der erfolgreichen Marke pro clima. Inzwischen arbeiten rund 100 Männer und Frauen für das mittelständische Unternehmen, das sich auf die Entwicklung und Produktion von Systemen zur dichten Gebäudehülle spezialisiert hat. Die Mitarbeiter arbeiten verteilt über ganz Deutschland: Am Standort Schwetzingen, Berlin und in vielen deutschen Städten in Home Offices und Co-Working-Places.

Uwe Bartholomäi war vor über 20 Jahren entscheidend an der Entwicklung der Marke pro clima beteiligt und prägte die Unternehmensidee, Philosophie, Organisation, Vertrieb und Kommunikation. Heute ist er verantwortlich für die Bereiche Organisation, Kommunikation, Vertrieb und Personalentwicklung. In diesem Interview spricht er über neue Räume zum Kreativsein, warum bei pro clima jeder in seinem Arbeitsfeld selbst viel Gestaltungsraum vorfindet, warum gute Ideen nicht immer erfolgreich sind und wie sich die Firma in den vergangenen 21 Jahren entwickelt hat.

Frage: Die neuen Büros sind gerade frisch eingerichtet und bezogen – die Bauarbeiten gehen jedoch weiter. Wo werden die nächsten Räume entstehen?

Uwe Bartholomäi: Wer uns in Schwetzingen besucht, sieht, dass wir einige Arbeitscontainer auf dem Hof aufgestellt haben. Das soll natürlich nur eine mittelfristige Lösung sein. Wir wollen rund 250 Quadratmeter neue Büroflächen schaffen. Gerade sind wir schon dabei den Seminarbereich auszubauen. Wir haben eine neue Sanierungspraxishalle – wer bei unserem Seminar Praxisgerecht sanieren oder beim Bauslam dabei war, kennt die großen Hallen. Neben einem erweiterten Schulungshaus für viel praktische Übungsmöglichkeiten wird langfristig der Seminarbereich auch dorthin verlegt werden. Das jetzige Forum 41 – das für Seminare und Veranstaltungen genutzt wird – wird nach und nach in Arbeitsräume umgewandelt. Das schöne für unsere Mitarbeiter: Das jetzige Bistro wird ein exklusiver Bereich für die Mitarbeiter. Sie können dort zusätzlich zu unserer anderen Mitarbeiterküche Essen zubereiten, sich austauschen oder einfach nur sein.

Frage: pro clima trägt als Philosophie nach außen, dass der Mensch im Mittelpunkt steht. Was bedeutet das für pro clima Mitarbeiter? Wie wird das im Arbeitsalltag umgesetzt?

Uwe Bartholomäi: In einem erfolgreichen Unternehmen muss der Mensch im Mittelpunkt stehen. Schließlich werden die Produkte und Strategien von den Menschen gemacht. Wir als Geschäftsleitung versuchen Menschen einen Raum zu geben, um sich zu begegnen und um kreativ zu werden.

Wie wird das konkret umgesetzt?

Uwe Bartholomäi: Wenn der Mensch im Mittelpunkt steht, dann wird er auch mit seinen Bedürfnissen und Erfahrungen beachtet. Wer neu zu pro clima kommt, hat somit Zeit sich mit der Firma, der Philosophie und seinen Aufgaben auseinanderzusetzen. Zwar ist ein Aufgabenbereich definiert, aber jeder soll die Möglichkeit erhalten im Rahmen der Aufgabenstellung möglichst viel eigenes Potenzial einzubringen. Wenn ein Mensch sich aktiv einbringen kann, seine eigenen Fähigkeiten bzw. Potenzial in seinen Arbeitsalltag leben kann, entsteht die größtmögliche Zufriedenheit und Freude. Durch diese Freiheit entsteht großes Potenzial, neue Ideen, die die Firma und Marke noch vorne bringen. Denn der Mensch ist der Schlüssel für die Entwicklung. Das ist natürlich auch im negativen Fall so: Wenn der Mensch schlechte Ideen hat und demotiviert ist, schadet das der Firma. Und um an dieser Stelle selbstkritisch zu bleiben: das gilt nicht nur für Mitarbeiter, sondern auf für die Geschäftsleitung. Trifft die Führungsebene falsche Entscheidungen, kann es nachhaltig allen schaden. Es gibt Fälle in Wirtschaftsgeschichte, bei denen große Unternehmen gescheitert sind, weil die Geschäftsleitung neue Anforderungen und Entwicklungen falsch eingeschätzt haben bzw. gar nicht wahrgenommen haben.

Bei pro clima sind die Hierarchien recht flach, alle duzen sich, es gibt kaum ernannte Führungskräfte und jeder muss Verantwortung übernehmen. Wo klappt das gut und wo geht etwas schief?

Uwe Bartholomäi: Jeder Mitarbeiter sollte am besten wissen, wie seine Arbeit am effektivsten angegangen wird. So kann jeder die Prozesse optimieren und mitwirken. Da wir gerade im Wachstumsprozess sind, gibt es natürlich auch Dinge, die nicht sofort umgesetzt werden oder „hinten runter fallen“. Wir arbeiten jedoch daran, dass jeder Mitarbeiter gehört wird. Denn durch die Fachkompetenz, Bereitschaft zur Verantwortung, kann er oder sie diesen Unternehmensbereich erfolgreich nach vorne bringen.

Wer entscheidet, entscheidet manchmal auch falsch. So kommen in dieser Philosophie auch nicht ganz zielführende Entscheidungen vor. Aber kontraproduktiver ist es, gar keine Entscheidung zu treffen und keine Verantwortung zu übernehmen. Das blockiert viel eher ein Unternehmen.

Unser Unternehmen ist auch nicht besonders im Sinne, dass bei pro clima die Menschen ausschließlich außergewöhnlich sind. Wir, und hier schließe ich mich ausdrücklich mit ein, sind ganz normale Menschen mit den bekannten Prägungen, Verhaltensmustern, Stärken und Schwächen. Die Vielfalt des Ganzen bringt unseren Fortschritt. Die Aufgabe besteht darin, diese Vielfalt zu organisieren und dem System pro clima erfolgreich zuzuführen.

Die Marke pro clima ist 1994 entstanden, um sich mit guten Produkten und Systemlösungen für besseres Bauen einzusetzen. Diesen Anspruch haben viele – wo liegt der Unterschied bei pro clima, was macht die Marke so erfolgreich?

Uwe Bartholomäi: Das pro clima Logo hat sich seit 1994 nicht verändert. Auch der Slogan „ …und die Dämmung ist perfekt“ ist gleich geblieben und passt heute mehr denn je. Lothar Moll, Gründer und Inhaber der MOLL bauökologische Produkte GmbH, und ich hatten die Vision die Bauqualität zu erhöhen und zu verändern. Wir wussten jedoch, dass man nur eine erfolgreiche ökologische Alternative anbieten kann, wenn sie auch ökonomisch erfolgreich ist. Das bedeutet, es reicht nicht, ein gutes Produkt zu haben. Es muss auch unabhängig, ohne Förderungen wirtschaftlich – also finanzierbar für den Käufer sein.

Schon vor der Gründung der Marke pro clima hat MOLL angefangen sich mit der Dichtung der Gebäudehülle auseinanderzusetzen und Bahnen für die Gebäudehülle zu entwickeln. Die erste Bahn hieß BI Baupappe und dies war bereits 1985

Unsere Grundmotivation war es nicht, erfolgreich zu werden, sondern Wissen weiterzugeben, Produkte zu entwickeln, beraten und zu verkaufen, die Sinn machen.

pro clima gehörte mit zu denersten Unternehmen, die sich ganzheitlich dem Thema Dichtung der Gebäudehülle angenommen haben. Vor allem feuchtevariable Systeme entwickelt und verkauft haben. Später kamen immer mehr Marktbegleiter hinzu. Warum konnte und kann sich pro clima weiter behaupten?

Uwe Bartholomäi: Wir sind tatsächlich als Spezialistinteressant und werdenauch entsprechend angefragt. Unsere Philosophie ist es jedoch, unabhängig zu sein. Würden wir uns an Investoren binden, hätten wir zwar mehr Kapital zur Verfügung, aber wären abhängig und müssten immer schnell Ergebnisse erzielen. Wir würden sicherlich schneller wachsen, aber auch hier würde der Mitarbeiter – also Mensch – wieder zu kurz kommen. Daher wollen wir uns lieber organisch weiterentwickeln.

Wo liegt das Besondere an der Marke, was andere nicht unbedingt haben?

Uwe Bartholomäi: Wir haben uns auf Detaillösungen spezialisiert: Wir schauen, welchen Bedarf Handwerker und Planer bei Bauprojekten haben und entwickeln Lösungen, wie sie die Luft- und Winddichtungsebene schnell und sicher verarbeiten können. Oft entwickeln wir ein Produkt für ein Problem, das zwar bekannt war, aber nicht gelöst wurde.

Unsere Mission ist es, aufzuklären: Warum brauche ich eine dichte Gebäudehülle, wie kann ich diese schaffen, wo liegen die Tücken? Indem wir unser Wissen weitertragen, verhindern wir Bauschäden – aber um wieder auf den ökonomischen Aspekt zurück zukommen: damit verkaufen wir natürlich auch unsere Systeme. Es ist schön, dass bei pro clima Ideale und Erfolg kein Widerspruch sind, sondern gemeinsam umgesetzt wird.

Fachkompetenz war schon immer unsere Basis und diese wollen wir auch weitergeben:

Unser Wissen vermitteln wir auf verschiedenen Wegen und Plattformen: Technik-Hotline, Wissen Wiki, Handbuch WISSEN, Wissenswerkstatt Känguru und spezielle Schulungstouren für Themen wie gewerkeübergreifendes Arbeiten oder Herausforderungen der Dachsanierung.

Vielen Dank für das Interview.

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