Fachartikel: Wie bekomme ich den Fensteranschluss dicht?

Wie bekomme ich den Fensteranschluss dicht?
Die Kunst der Fuge – Plädoyer für ein scheinbar kostenloses und ungeliebtes Thema

1_abb_1_mauerwerk

Die dauerhafte Abdichtung der Fuge ist eine der größten Herausforderungen beim Fenstereinbau. Gut wenn man weiss, was zu tun ist und wie manLösungen für den Bauherrn findet.

 Von der Dichtheit der Gebäudehülle hängt die Mangel- und Bauschadensfreiheit ab. Gerade kleine Fehlstellen im Anschlussbereich der Fenster können über kapillare Kräfte viel Feuchtigkeit ins Bauteil eintragen. Zu hohe Feuchte kann zur Schädigung des Bauteils oder zur Schimmelbildung auf der Raumseite führen.

Passivhaus, KFW40, Plusenergiehaus und wie sie alle heißen. Gerne werden große Themen wie Energieeinsparung und intelligente Gebäudetechnik behandelt, Groß geschrieben und geplant. Vom Großen hin zum Kleinen bedarf es jedoch einiger Schritte und Brücken. In den Schluchten zwischen verschiedenen Bauteilen liegt die handwerkliche Herausforderung. Die Kunst der Fuge ist und bleibt in ihrem Kern etwas praktisches und augenblickliches. Die Fugen, gerade von Johann Sebastian Bach, in der Musik, sind ein Sinnbild unserer Fuge beim Fenstereinbau, denn hier spielt die Musik. Das Thema, z.B. Fugendichtung mit Anschlussfolien, muss bis ins Detail gespielt werden.

Die Fuge: Brücke zum Baukörper

2_abb

Contega IQ, das Fensteranschlussband mit RAL-Zertifizierung, ist einfach zu montieren. Seine feuchtevariablen Eigenschaften halten die Fuge zwischen Baukörper und Fenster dauerhaft trocken.

In den letzten Jahre sind Fenster in sämtliche Richtungen hin optimiert worden: Schall-, Brand-, Einbruchs-, Wärmeschutz, solare Gewinnbringer, Lüftungskünstler und Überhitzungsschützer. Fenstereinbau und Abdichten der Fuge ist aber kein fertiges Element sondern zu erstellendes Handwerk. „Fuge“ kommt vom Lateinischen „fuga“ und bedeutet “Flucht” oder “Weglaufen”. Ist das vielleicht bezeichnend für die Art und Weise wie man mit dem Thema die Fuge umgeht? Schnell soll es gehen, ohne Schmutz, einfach, nichts kosten, länger Bestand haben als das Fenster selbst und das natürlich wartungsfrei. Eine wahrhaft eierlegende Wollmilchsau, spannend.

Die Fuge, als schwächstes Glied der Kette, bestimmt die Leistungsfähigkeit eines Bauteils. Anforderungen an das Bauteil müssen in der Fuge auf kleinstem Raum dargestellt werden. Der Leistung, sonst innerhalb von 24 oder mehr Zentimetern erbracht, steht nun nur wenige Millimeter zur Verfügung. Zeitgleich ist die Fuge die Brücke zum nächsten Hochleistungsbauteil, dem Fenster, das in sich schon eine komprimierte Fassung des umgebenden Bauteils darstellt. Entsprechend stark machen sich hier kleinste Mängel bemerkbar, es zieht, ist feucht und es schimmelt.

Erst denken, dann handeln – Kosten und Fehler sparen durch Planung und Abstimmung

Wie in der Musik ist die Bauteilfuge ein komplexes Teil in sich selbst. Musikalisch gesehen ist die Fuge eine kontrapunktische Form, die ein Thema durch verschiedene Stimmen hindurch reicht, es flieht von Stimme zu Stimme. Dies verlangt Planung, Übung und akkurate Einhaltung von Abläufen, weil sonst alles aus dem Takt gerät. Das Selbe lässt sich so auch für Bauteilfuge und Bauablauf formulieren. In der Musik entsteht ein Missklang, im Bauwerk ein Bauschaden oder Mangel, der dann wieder mühsam behoben werden muss. Es gilt, je später Fehler im Bauablauf auftreten desto höher ist der damit verbundene Korrekturaufwand und die Kosten. Die günstigste Fehlerkorrektur ist in der Planung die „Entf“-Taste zu drücken, auf der Baustelle bleibt diese Wunschvorstellung. Jedes Nachregeln im laufenden Prozess macht diesen aufwändiger, langsamer und erhöht die Kosten.

Unabhängig mit welchem System eine Fuge verschlossen wird, die Funktion und Dauerhaftigkeit stehen im Vordergrund. Grundsätzlich gilt es, dem Formverlauf von Fensterprofil und Baukörper zu folgen und den Spalt, die Fuge, funktionsfähig zu verschließen. Lineare oder flächige Systeme, z. B. Kanten, sind in sich sehr einfach zu dichten. Aufwendiger werden Ecken oder Änderungen in der Geometrie. Hier müssen Dichtungsebenen durchgängig sein und bis zu Ende gedacht werden. Auch gilt der Verarbeitung des Dichtstoffes besondere Aufmerksamkeit: Macht das der Dichtsoff oder die Folie mit? Wie falten? Wie schneiden? Können Dehnspannungen oder Rückstellkräfte entstehen? Und wie sieht es bei 3-Dimensionalität der Eckbereiche mit zusätzlichem Versprung der Ebenen aus? Hier findet man die größte Herausforderung für sämtliche Systeme.

Mehr Sicherheit durch feuchtevariable Anschlussfolien

Eine Möglichkeit der Fugenabdichtung ist die Anschlussfolie. Folgt man dem Formverlauf ist selbst die einfachste Form: die Kante, je nach Art des Fensterprofils (für alle Dichtsysteme) herausfordernd.

3_abb_3_ift

Die Prüfung von Dichtsystemen erfolgt an unabhängigen Instituten, wie z.B dem Institut für Fenstertechnik IFT Rosenheim.

Der Fensteranschluss stellt nicht nur Anforderungen als Wärmebrücke, sonder auch in Betracht an den Feuchtetransport durch Diffusion (konvektive Bewegungen sollten immer ausgeschlossen sein). Günstig für die Diffusion sind Bauteile inklusive Fuge, die nach außen hin offen gestaltet sind. Kann dies, aus welchen Gründen auch immer, nicht realisiert werden, bietet es sich an mit feuchtevariablen Anschlussfolien zu arbeiten. Feuchtevariabel bedeutet, dass sich die Diffusionseigenschaften variabel den klimatischen Gegebenheiten anpassen und auf die Sommer-/Winterverhältnisse einstellen.

Damit kann die selbe Anschlussfolie sowohl innen als auch außen verwendet werden. Damit erhöht sich nicht nur die Sicherheit in Bezug auf die Diffusion, sondern auch alle anderen Takte des Themas Fuge werden positiv beeinflusst: Senken der  Verwechslungsgefahr auf der Baustelle, Vereinfachung der Planung, einfache Materialwahl und damit verbundene Lagervorhaltung, Arbeitsvorbereitung und Logistik.

4_abb_4__feuchtevariabilitaet

Feuchtevariable Dampfbremsbahnen sind schon seit langem in bauphysikalisch anspruchsvollen Konstruktionen, wie z.B. Gründächer, im Einsatz. Diese, auch als feuchteadaptiv bezeichneten Dampfbremsen sorgen für eine sicheres Feuchtemanagement der Konstruktion.

Diffusion ist Bewegung von Wassermolekülen durch das Bauteil und strebt immer von der energiereichen warmen, zur energiearmen kalten Seite des Bauteils. Im Winter von innen nach außen, im Sommer von außen nach innen. Eine feuchtevariable Anschlussfolie passt ihren Diffusionswiderstand entsprechend dieser Gegebenheiten an. Im Winter innen hemmend (warm und trockener) und aussen offen (kühl und damit feuchter). Im Sommer kehren sich diese Verhältnisse um in außen hemmend (warm und trockener) und innen offen (kühler und feuchter). Die Membran der Anschlussfolie stellt sich auf das sie umgebende Klima ein und hält damit die Fuge optimal trocken.

Qualität im Bauablauf sichern
Die Luftdichtheit und die Schlagregensicherheit sind weitere wichtige Punkte der Bauteilsicherheit und Dauerhaftigkeit. Luftdichtheit unterliegt der normativen Vorgabe der DIN 4108-7, die Diffusion der DIN 4108-3. Für den Fenstereinbau wird im Allgemeinen der Leitfaden zur Montage des RAL und IFT herangezogen. Die Luftdichtheit wird meistens geprüft und mit dem n50-Wert der Differenzdruckmessung der Gebäudehülle dargestellt. Sinnvoll ist eine Leckageortung die noch während der Bauphase stattfindet zu dem Zeitpunkt bei der die Luftdichtheitsebene noch frei zugänglich ist. Nur so können Leckagen eindeutig geortet und direkt nachgebessert werden.
5_abb_5_fensteranschluss_fechtevariabilita%e2%95%a0et

Feuchtevariable Abdichtungsfolien passen ihren sd-Wert auf die Gegebenheiten in der sommerlichen, bzw. winterlichen Situation an. Damit bleibt die Feuchte in der Fuge zu jeder Zeit so gering wie nur möglich.

Der Witterungsschutz kann, auf der Baustelle, leider noch nicht durch ein geregeltes
Prüfverfahren nachgewiesen werden. Hier empfiehlt es sich, den Einbau in Augenschein zu nehmen und mit Fotos zu dokumentieren. Nur in geeigneten Prüfkonstellationen im Labor können die Dichtsysteme auf Schlagregensicherheit geprüft werden. Womit jedoch wiederum die schlussendliche Qualität des jeweiligen Fenstereinbaus an der Verarbeitung vor Ort hängt, eben der Kunst der Fuge. Ein Augenmerk könnte, unabhängig vom Dichtsystem, z.B. bei der Kontrolle des Witterungsschutz, u.a. auf: Eckausbildung, Ebenenversprünge und die Durchgängigkeit der Dichtsysteme gerichtet werden. Bei der Materialwahl kann auf geprüfte und zertifizierte Systeme zurückgegriffen werden, z.B. feuchtevariable Anschlussfolien mit RAL-Zertifizierung.
Fazit
Maßgeblich für Dichtheit und Dauerhaftigkeit der Fuge ist die Umsetzung vor Ort.
Geschwindigkeit auf der Baustelle wird durch entsprechende Planung und Vorbereitung erzielt. Dadurch können kalkulierte Kosten eingehalten und Mängel mit deren Folgekosten vermieden werden. Ein durchgängiges Prinzip in der Ausführung, das allen Monteuren zu eigen ist, erhöht die Qualität. Die Fuge als Bindeglied zwischen Fenster und Bauwerk beinhaltet viel Musik. Nicht nur Bach sollte zeigen, wie schön sie sein kann.
Der Autor

Christoph Boehringer

Dipl-Ing. (FH) Christoph Böhringer ist Anwendungstechniker bei pro clima

Christoph Böhringer hat Holztechnik an der FH Rosenheim studiert. Er ist Anwendungstechniker bei pro clima und Referent der pro clima Wissenswerkstatt Känguru. Seminare und Termine unter www.proclima.de/seminare.

Christoph Böhringer und seine Kollegen der Anwendungstechnik sind erreichbar unter:

ZimmerMeisterHaus: Treffen in Olsberg

Am 03./04.02.17 trafen sich 95 Mitarbeiter aus ZimmerMeisterHaus Manufakturen aus ganz Deutschland im Sauerländischem Olsberg zu einem Schulungsevent für Mitarbeiter/innen. Als Tagungsort wurde das bekannte “Zentrum Holz” ausgewählt, ein über die Grenzen bekanntes Holzbauprojekt.

Am ersten Tag standen Workshops zum Thema “Wie Bau-Teams ihre Kunden begeistern” auf der Tagesordnung, am Abend dann eine Teamveranstaltung mit Biathlon und gemütlichem Ausklang.

Der zweite Tag wurde durch fachliche Vorträge & Workshops zu Themen wie innovative Werkstoffe, Sicherheit& Einbruchschutz, Fachwissen Bauphysik, Fenster abdichten udn Flachdächer in Holzbauweise bestimmt. Die letzten drei Themen wurde von unseren Anwendungstechnikern Martin Großkathehöfer, Christoph Böhringer, Frank Brockmann und dem Außendienst Jürgen Kremer fachlich gestaltet.

 

Weitere Infos zum ZimmerMeisterHaus:
https://www.zmh.com/

Über mich
Schon seit 20 Jahren bin ich vom ökologischen Holzbau überzeugt und habe jahrelang
Wärmedämmsysteme verabeitet. Bei pro clima ich betreue unter anderem die Holzbauverbände unid Exportmärkte.
axel.schmidt@proclima.de

Update-Holzbau: Wissen für den Erfolg von morgen

Mehr als 200 Teilnehmer besuchten den Fachbranchentag

Schwetzingen – Heute schon an morgen denken: Das ist das Motto von Update-Holzbau 2017. Mehr als 200 Holzbauer, Planer, Energieberater, Sachverständige und Dämmfachbetriebe besuchten den neuen Fachbranchentag. Update-Holzbau tourte im Januar und Februar durch drei deutsche Städte: Braunschweig, Herne und Schwetzingen.Die Videos und Vorträge sind auf update-holzbau.de ab sofort abrufbar.

„Die Vielfalt der Themen bei Update-Holzbau hat mir gefallen. Komprimiertes Wissen über komplexe Zusammenhänge von der Planung über Konstruktion bis zur Fertigung“, sagt Zimmerermeisterin Nadine Jülg aus Baden-Baden. Als stellvertretende Obermeisterin bildet sie sich regelmäßig weiter und fand diesen Fachbranchentag besonders informativ.

Hier auf dem Foto die Zimmerermeister Kurt und Nadine Jülg.

Update-Holzbau stellte Themen vor, die im professionellen Holzhausbau richtungsweisend sind. Beispielsweise den Begriff Building Information Modeling – BIM. „BIM ist eine Planungsmethode, die den Lebenszyklus eines Gebäudes betrachtet. Sie wird für Zimmerer immer wichtiger, weil es künftig gesetzliche Vorgaben geben wird, dass nach BIM geplant und gebaut werden soll“, sagt Zimmerermeister Gerd Prause, der BIM auf Update Holzbau vorstellte.

pro clima TV hat mit Teilnehmern und Referenten bei Update-Holzbau in Schwetzingen gesprochen und einige Interviews aufgezeichnet:

Interviews mit Teilnehmern von Update-Holzbau 2017

Das KEGA-Holzbau-Team auf Update-Holzbau 2017.

Interviews mit den Referenten von Update-Holzbau 2017

Mehr als 200 Holzbauer, Planer, Energieberater, Sachverständige und Dämmfachbetriebe besuchten Update-Holzbau 2017.

Foto-Impressionen von Update-Holzbau 2017:
https://www.flickr.com/photos/proclima/31834408323/in/album-72157679535425396/

Diese Pressemitteilung als PDF:
2017_05_PM_UPDATE HOLZBAU Nachbericht

Dachterrasse mit barrierefreiem Zugang richtig umsetzen – Veranstaltungsreihe Schnittstelle Baustelle von pro clima und Inthermo

Die gewerDie Kamera überträgt die Arbeitsschritte gut sichtbar auf eine Leinwand. auf eine keübergreifende Kompaktschulung Schnittstelle Baustelle von pro clima und Inthermo löst dieses Jahr ein Detail, das aktuell in der Baubranche stark diskutiert wird: Den barrierefreien Zugang auf eine Dachterrasse über einem Flachdach in Holzbauweise. Schnittstelle Baustelle wird am 15. März 2017 in Blaubeuren stattfinden. Anmeldungen sind ab sofort möglich.

Der barrierefreie Zugang ist eine Herausforderung, weil es zum einen den stufenlosen Übergang erfordert. Zum anderen muss der Schutz von Konstruktion und Wohnraum gewährleistet sein.

Die Referenten aus Theorie und Praxis betrachten an einem Modell die Schnittstellen des Flachdachs und zeigen, wie Planer und Handwerker eine Dachterrasse mit barrierefreiem Zugang bei dieser Konstruktion umsetzen können. Eine Kamera überträgt live die einzelnen Handgriffe auf eine Leinwand.

Die Veranstaltung wird für die Eintragung bzw. Verlängerung der Energieeffizienz-Expertenliste für Förderprogramme des Bundes mit 9 Unterrichtseinheiten (Wohngebäude), 9 Unterrichtseinheiten (Energieberatung im Mittelstand), 9 Unterrichtseinheiten (Nichtwohngebäude) angerechnet. Hier geht es zum Programm und zur Anmeldung.

Auf allen Kanälen gut informiert

bauradio-pl-logoInteressante Fragestellungen, spannende Gesprächspartner, relevante Themen: pro clima bietet mit seinen Wissenskanälen zum Hören, Sehen oder live dabei sein für jeden das passende Medium.
 
Bauradio: Experten hören

»Auf den ersten Blick sah das Gebäude gut aus, aber bei der Voruntersuchung und Freilegung haben wir extreme Schäden festgestellt.« Sebastian Schmäh, Zimmerermeister in der sechsten Generation, berichtet im Bauradio von einem barocken denkmalgeschützten Fachwerkhaus,das er in seiner Heimatstadt Meersburg am Bodensee saniert. In den Interviews vom pro clima Podcast Bauradio geht es um Themen wie energieeffizientes Bauen, Architektur, Sanierung und Luftdichtheit. Im Gespräch mit dem erfahrenen Holzbauer Sebastian Schmäh wird schnell deutlich worauf es ankommt: »Wichtig ist das Gebäude als Ganzes zu sehen und auf sensible Details zu achten, z. B. bei der Durchdringung der Innendämmung.«

Ob Erfahrungsbericht oder Expertengespräch – jede Bauradio-Folge bringt die
Fragestellungen auf den Punkt
Ein optimales Format für alle, die viel unterwegs sind, wenig Zeit haben und trotzdem gut informiert sein wollen. Egal ob auf dem Sofa oder im Auto: Unüberhörbar ist Sebastian Schmähs Leidenschaft für historische Fachwerkbauten und altes traditionelles Handwerk, wie er sagt, eine absolute »Herzensangelegenheit«.
Bauradio

Sebastian Schmäh im pro clima BAURADIO Interview mit Heide Gentner

pro clima TV: Lösungen sehen
»Mit pro clima TV können wir komplexe Themen verständlich erklären und bildhaft darstellen. Und wir wollen die Menschen dahinter vorstellen, die sich mit Leidenschaft und Forschergeist für energieeffizientes Bauen einsetzen.« Am Campus Sursee trifft das pro clima TV-Team den Wissenschaftler Dr. Klaus Vogel zum Interview. Er forscht über die »Bewertung von Fehlstellen in Luftdichtheitsebenen«: »Unser Ziel ist, Messdienstleistern einen ausführlichen Leitfaden zu technischen und rechtlichen Fragestellungen bei Leckagen an die Hand zu geben, um Messergebnisse besser einschätzen und beurteilen zu können«.
pro clima TV

Bertold Roth vom pro clima TV Team hält den Vortrag von Thomas Gärntner auf der Schnittstelle-Baustelle Tour fest.

Bauslam: Wissen erleben

Mit einem Topf Spaghetti und einem Wollknäuel betritt Jens-Lüder Herms, Ingenieur in der Anwendungstechnik bei pro clima, die Bühne für seinen ersten Vortrag beim Bauslam, dem neuen Veranstaltungsformat von pro clima. Schornsteinfegermeister Thomas Faller ist sofort begeistert von der anschaulichen Präsentation über »Klebetechnik«:

»Er hat es genau auf den Punkt gebracht. Auch die Themen der anderen fünf Vorträge waren spannend und anschaulich erklärt«
Und genau das ist die Idee vom bauslam. Komplexes Bauwissen kurz und unterhaltsam vermitteln, damit es nachhaltig bei den Zuhörern im Gedächtnis bleibt. Über 60 Händler, Handwerker, Architekten, Planer und Energieberater waren von der Premiere in der pro clima Zentrale in Schwetzigen begeistert. eim 2. Bauslam 2016 waren es dann bereits 250 Teilnehmer. Es herrschte eine tolle Dynamik zwischen Publikum und Referenten. Der Termin für 2017 ist bereits in Planung.

Bauslam

Erklärt das Funktionsprinzip von Kleber: Jens-Lüder Herms beim Bauslam 2015

 Weitere Infos:

Mitmachen?
Sie haben ein Thema für Bauradio oder pro clima TV? Dann melden Sie sich bei Heide Gentner unter E-Mail Heide.Gentner@proclima.de.

BAU 2017: Superkleber ORCON MULTIBOND überzeugt Verarbeiter und Planer

Großes Interesse an den praktischen Anschlusslösungen und Produktneuheiten am pro clima Stand

Der Anschlusskleber mit extremer Klebkraft ORCON MULTIBOND hat viele Handwerker und Planer auf der BAU 2017 überzeugt. Am pro clima Stand haben die Besucher den neuen Superkleber auf verschiedenen Untergründen überzeugt: „Der starke Anfangstack hat vor allem die Verarbeiter begeistert. Außerdem, dass sie den Kleber von der Rolle sowohl außen als auch innen einsetzen können“, sagt Hans-Jürgen Kremer, pro clima Gebietsleiter Mitte.

ORCON MULTIBOND und weitere pro clima Produktneuheiten sind ab 1. Februar 2017 verfügbar.

Planer und Architekten interessierten sich  besonders für Detaillösungen, die Anschlüsse bei der Gebäudehülle sicherer machen. „Großes Thema waren auch die aktuellen gesetzlichen Bestimmungen für Flachdachkonstruktionen. Hier bieten wir Planern und Handwerkern Sicherheit, weil die feuchtevariable Dampfbremse INTELLO bauaufsichtlich zugelassen ist und ihre Qualität fremdüberwacht wird“, sagt Michael Förster, Leiter der pro clima Anwendungstechnik.

Der Stand 200 in Halle B6 war für viele Besucher interessant, weil dort Fachspezialisten geballte Informationen zur dichten Gebäudehülle, zu Qualitätssicherung und gesundem Bauen präsentierten. Der Fachverband für Luftdichtheit im Bauwesen FLiB zeigte, wo kostenfreier Support zu Luftdichtheitskonzepten abrufbar ist. Außerdem präsentierte der FLiB Ergebnisse des Forschungsprojekts zur Leckagebewertung. Dieses hat pro clima auch unterstützt.

Unsicherheit und gleichzeitig Aufbruchstimmung herrschte beim Thema gesundes Bauen, Wohnen, Arbeiten und Lernen: Das Sentinel Haus Institut SHI stellte dazu sein neues Projekt „My future office“ auf einer Fachkonferenz vor.

Das Highlight des Abends war der  Energie-Talk, der täglich um 17 Uhr  startete: Uwe Bartholomäi, Geschäftsführer von MOLL pro clima, erklärte kurz, welcher Sinn hinter dem  funktionsfähigen Windsurf-Segel mitten  auf dem Messestand steckte:

„Die Analogie von Systemen der dichten Gebäudehülle zu Windsurfing ist einfach. Am offensichtlichsten ist die Gemeinsamkeit mit Wind und Feuchtigkeit. Dazu kommt, dass ein Surfer nur mit hochwertigem Material und der richtigen Technik erfolgreich ist. Genau das bekommen Planer und Verarbeiter bei pro clima.“

Beim Energie-Talk gab es zudem neues Know-How und Praxistipps in kurzen Fachinterviews; die Zuschauer nahmen das Wissen entspannt mit Smoothies und pro clima Heldenpause-Getränken auf.

Weitere Informationen:

Diese Pressemitteilung als PDF:
2017_04_PM_ORCON MULTIBOND

Pressekontakt:
Heide Gentner
Fon: 0 62 02 – 27 82.56
heide.gentner@proclima.de

 

 

BAU-Video: Peter Bachmann über die Fortschritte und Hemmnisse beim gesünderen Bauen

Die Kollegen von proclima.tv haben auf der BAU 2017 auch Peter Bachmann interviewt. Vor der Kamera spricht er über die Schwierigkeiten aber auch die Fortschritte beim gesünderen Bauen und Sanieren. Zur Sprache kommt auch die Reaktion der Branche auf die Konsequenzen durch das EuGH-Urteil zur Praxis der deutschen Baustoffzulassung.

BAU-Video: Rolf Brunkhorst, SCHÜCO, über Rentabilität von gesünderen Büros und das Projekt MY FUTURE OFFICE

SCHÜCO gehört zu den Haupt-Initiatoren des Projektes MY FUTURE OFFICE. Den Kollegen von proclima.tv verrät Rolf Brunkhorst, Beauftrager für Nachhaltigkeit bei SCHÜCO, die Intention die hinter dem Projekt steckt. Außerdem spricht er über das Thema Rentabilität durch eine bessere Arbeitsplatzgesundheit. Übrigens: Den angesprochenen Sanierungskalkulator von Schüco und Drees + Sommer findet man hier.

BAU-Video: Thomas Lauritzen, SCHÜCO Unternehmenskommunikation zu “My Future Office”

proclima.tv hat auf der BAU 2017 auch mit Thomas Lauritzen von SCHÜCO gesprochen. Als Initiator von “My Future Office” spricht er über Intention, Ziele und Erwartungen an das Projekt. Weitere Informationen auch unter www.schueco.com.

BAU-Video: Dr. Walter Dormagen, TÜV Rheinland, zu den Forschungsgrundlagen von “My Future Office”

Wie unterscheidet sich das neue Projekt “My Future Office” von dem ersten gemeinsamen Forschungsprojekt “Gesünderer Lebensraum Schule”, das TÜV Rheinland und Sentinel Haus Institut 2015 durchgeführt haben. Dazu haben die Kollegen von proclima.tv mit Dr. Walter Dormagen von TÜV Rheinland auf der Messe BAU 201 gesprochen.