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Klimapolitik: CO2 Abgabe kann ums Dreifache steigen – Emissionsreduktion durch ausländische Projekte. Die Ziele für eine umweltschonende CO2-Reduktion sind festgelegt, der Weg dorthin ist teilweise widersprüchlich: So ...

Klimapolitik: CO2 Abgabe kann ums Dreifache steigen – Emissionsreduktion durch ausländische Projekte

Die Ziele für eine umweltschonende CO2-Reduktion sind festgelegt, der Weg dorthin ist teilweise widersprüchlich: So ist nach Kürzung der Fördersätze beim Gebäudeprogramm weiterhin ein offizielles Ziel, im Gebäudebereich 40 Prozent an CO2-Ausstoß zu senken.

Der Bundesrat hat  dazu am Freitag, 11. Mai 2012, die Anhörung zur CO2-Verordnung eröffnet.
Sie dauert bis zum 3. August 2012.

Emissionsreduktion im Inland fünffach so teuer

Bei der CO2-Reduktion der Schweiz, die durch das  Kyoto-Protokoll festgelegt ist, gibt es eine Tendenz, die CO2-Reduktion durch Projekte im Ausland zu erreichen. So hat die Stiftung Klimarappen   kürzlich den Auftrag vom Bund erhalten, Emissionsgutschriften für fünf  Millionen Tonnen CO2 zu organisieren.  Mit ausländischen Projekten erreicht die Organisation eine Vielfache Emissionsreduktion mit geringeren Kosten. Ein Vergleich – die Reduktion einer Tonne CO2 im Inland ist fünffach so teuer wie im Ausland.

CO2-Reduktion im Inland: Nachhaltigkeit für Umwelt und Wirtschaft

Ein weiterer Ansatz der Klimapolitik ist die Erhöhung der  CO2-Abgabe. Dadurch könnte die Förderung der Gebäudehülle verstärkt werden. Mit der derzeitigen Klimapolitik ist der Fördersatz jedoch gesenkt worden. pro clima-Techniker Michael Wehrli: „Durch Sanierungen könnte man im Inland eine Menge CO2 einsparen und die heimische Wirtschaft gleichzeitig stärken. Nur weil man im Ausland einen Wald aufforstet, bedeutet es nicht, dass das Geld nachhaltig investiert ist.  Solche Projekte können auch Mogelpackungen sein. Beispielsweise, wenn Plantagenholz gepflanzt und nach ein paar Jahren wieder abgeholzt wird.“

Wehrli plädiert daher für ein Umdenken: Für eine nachhaltige und CO2-geminderte Zukunft. Als positives Beispiel für CO2-Reduktion nennt der pro clima-Techniker die schweizer CO2-Bank: http://www.co2-bank.ch/

 

Rückblick: Branchentag Naturbau 2012

Die ÖkoPlus AG hat eine Pressemitteilung zum 3. Branchentag Naturbau 2012 herausgegeben, bei der auch pro clima zwei Tage lang mit einem Beratungstand informierte: „Einmal mehr ist es der ÖkoPlus AG, dem deutschen Fachhandelsverbund für ökologisches Bauen und Wohnen, mit dem III. Branchentag Naturbau gelungen, alle namhaften Hersteller und Händler von natürlichen Baustoffen in einem beeindruckenden Ambiente zusammenzuführen. Rund 40 Produzenten und zahlreiche Naturbaustoffhändler aus ganz Deutschland präsentierten ein ausgesuchtes Produktportfolio exklusiver und hoch entwickelter Materialien. Abgerundet wurde dieses vorzügliche Fachausstellung durch facettenreiche und höchst aktuelle Kurzvorträge ausgewiesener Experten.

Mit einem Verweis auf Tim Bendzkos Charthit “Muss nur noch kurz die Welt retten” begrüßte Horst Kliebe, Mitbegründer und Vorstand der ÖkoPlus AG, die Aussteller und Besucher der diesjährigen Fachausstellung für natürliche Baustoffe Ende April 2012 im Landschaftspark Nord in Duisburg. Er erinnerte in seiner Eröffnungsansprache daran, dass sich in den 80er Jahren viele der erfolgreich am Markt agierenden Naturbaustoffhändler wie der Held in Tim Bendzkos Song aufgemacht haben, wenn nicht die Welt so doch die “Umwelt” zu retten. Damals hieß das noch schützen. Und nun macht sich diese Branche von Duisburg aus auf den Weg, neue, noch unbekannte Zielgruppen zu erreichen und damit ihren Beitrag zur Rettung der Welt zu leisten.

Diese neuen und jungen Zielgruppen haben andere Interessen und Bedürfnisse als die angestammte Gemeinde der “Öko-Bauherren”. Die junge Generation der Hausbesitzer und Modernisierer geht sehr viel leichtfüßiger auch mit schweren Themen um. Als Antwort darauf stellten die Anbieter natürlicher Baustoffe die Exklusivität und ausgesuchte Ästhetik ihrer Produkte stärker in den Vordergrund. Daher auch die Wahl der spannenden Umgebung des Landschaftsparks, in dem natürliche Baustoffe auf historische Industriekultur trafen.

Und das Konzept ging auf. In der Gebläsehalle des 1985 stillgelegten Hüttenwerks im Duisburger Norden, trafen Hanf und Holz, Lehm und Stroh auf eine archaisch anmutende Kulisse aus Stahl und Beton. Für die Produktion von 1.000 Tonnen Roheisen am Tag wurden drei Millionen Kubikmeter Wind benötigt, die in der Gebläsehalle des Dampfgebläsehauses durch die erhaltenen vier Elektroturbogebläse erzeugt wurden. Aus diesem bemerkenswerten Gebäudekomplex mit der angeschlossenen Pumpenhalle wurde der Wind über Rohre zum Hochofen transportiert. Zwischen Rohrleitungen und Ventilen, Elektrogebläsen und Stahlträgern wirkte die Präsentation der Linoleumböden, der Naturlatexmatratzen und der Holzdämmstoffe auf ganz eigene Weise.

Eine gewisse Eigenartigkeit kann durchaus auch den Protagonisten der ökologischen Baubranche zugeschrieben werden. Für sie ist Nachhaltigkeit keine Modefloskel, Umweltschutz kein veralteter Begriff. So verwies Kliebe in seiner Eröffnungsrede zu Recht darauf, dass der Umweltschutz in alle Lebensbereiche vorgedrungen ist, egal welche Begrifflichkeiten im Einzelnen genutzt werden. Sowohl Lebensmittelhersteller als auch die Textilindustrie, Energieversorger und Baustoffproduzenten, alle schmücken sich mit den Begriffen Bio, Öko, natürlich, nachhaltig und gesund. Er erinnerte daran, dass vor 25 Jahren einer der ersten Hersteller von Zelluloseflocken in Deutschland abgemahnt wurde, weil er in seiner “unlauteren” Werbung den Begriff ‘gesund’ in Verbindung mit seinem Wärmedämmstoff eingesetzt hatte. Heute ist alles gesund, zumindest wenn man den Werbeaussagen glaubt.

Die Naturbaustoffe hingegen haben nichts von ihrem Anspruch an Gesundheit und Reinheit eingebüßt. Und der III. Brachentag Naturbau unterstrich die Aussage, dass das Genre der ökologischen Baustoffe seine Reputation und Alleinstellung verlieren würde, wenn es sich ausschließlich auf dem erdrückenden konventionellen Baustoffmarkt präsentieren. Die Teilnehmer dieser Nische, ob Hersteller oder Händler, nehmen eher ein wirtschaftlich schlechtes Geschäft in Kauf als ein zweifelhaftes Produkt in die Hand. Der Duisburger Branchentag Naturbau bewies, dass die Identifikation ökologischer Baustoffe mit höchsten Qualitätsansprüchen hinsichtlich der Kriterien Herstellung, Einbau und (!!) Entsorgung bzw. Wiederverwertung gelingt.

Nun gilt es für die ÖkoPlus AG, alles daran zu setzen, nicht länger als Geheimtipp zu gelten. Schließlich wird seit mehr als 20 Jahren mit marktfähigen Baustoffen gehandelt, die sich erfolgreich zu hochmodernen Produkten weiterentwickelt haben. Kein zeitgenössischer Nutzer muss Kompromisse machen, was Anmutung und Verarbeitung dieser Materialien angeht. Im Gegenteil können wir hier sicher sein, neben den guten inneren Werten auch haptisch und optisch ein exklusives Material von höchster Qualität zu finden. Ob es um Oberflächen aus farbigen Design-Lehmputzen, Holzbelägen, Linoleum oder biologische Farbwelten geht oder um innere Werte moderner nachwachsender Dämmstoffe bzw. Wandheizsysteme – im Rahmen dieser Fachausstellung fand sich die umfassende Palette ökologischer Baustoffe auf eindrucksvolle Weise dargestellt.”

Weitere Informationen zum Branchentag Naturbau in Duisburg gibt es auf der Homepage www.branchentag-naturbau.de

 

 

 

 

pro clima macht mit: Oxfam-100-Kilometer-Trailwalker– Startschuss für Sponsorensuche

Seine Beine fühlten sich wie Betonklötze an, erschöpft saß Techniker Günter Bergmann nach seinem 100-Kilometer-Trailwalker im Kleinbus und ließ sich nach Hause fahren. Keine 24 Stunden später wollte er das Ganze jedoch unbedingt wiederholen: pro clima Mitarbeiter Günter Bergmann wird auch 2012 mit seinem Team beim Oxfam-100-Kilometer-Charity-Lauf  im September starten. Diese Woche beginnt er und sein Team mit der Spendenakquise. Denn: starten darf ein Team am 8. September 2012 nur, wenn es mindestens 2000 Euro an Spenden gesammelt hat.

„Dieses Jahr starten wir mit zwei Teams. Wir wollen noch mehr Spenden sammeln und mehr Menschen für die Kampagne begeistern“,  sagt Günter Bergmann, der seit mehr als vier Jahren in der pro clima Technik und Qualitätssicherung arbeitet. Der 53-Jährige ist zum zweiten Mal beim Oxfam-100-Kilometer-Trailwalker dabei: „Oxfam macht inhaltlich gute Arbeit.  Ein Teil der Spenden setzen sie direkt für Hilfe-zur-Selbsthilfe ein. Den anderen Teil nutzen sie für Aufklärungskampagnen, beispielsweise wie Armut und Ungleichheit entstehen.“

“Jeder kann im Kampf gegen Armut helfen”

Günter Bergmann möchte mit seiner Teilnahme zeigen, dass jeder im Kampf gegen Armut helfen kann: „Armut grenzt überall in der Welt aus und verhindert dadurch eine Teilnahme an der Gesellschaft. Daher sollten wir einen Teil unserer Energie für eine gerechtere Welt einsetzen.“

Mannem Alpini 2011

Mannem Alpini 2011

Die Mannem Alpinis sind dieses Jahr mit  folgenden zwei Teams am Start: Mannem Alpinis 1 und Mannem Alpinis 2. Auf der Homepage des Oxfam Trailwalker kann direkt für die Teams gespendet werden:

 

 

Wie auch 2011 wird MOLL bauökologische Produkte mit pro clima den Oxfam Trailwalker finanziell unterstützen. „Jeder Kilometer, den Trailwalker wie unser Kollege Günter Bergmann bewältigen, ist ein Schritt in eine bessere Welt.  Wir freuen uns, die Mannem Alpinis  um Günter Bergmann als Sponsor zu unterstützen“, sagt Geschäftsführer Uwe Bartholomäi.

2011 hat Günter Bergmann mit den Mannem Alpinis 4500 Euro gesammelt.  Alle Teams und der aktuelle Spendenstand 2012 sind auf dieser Seite gelistet.

Neustart nach Abbruch – Gemeinsam ans Ziel

Vergangenes Jahr sind die Mannem Alpinis nach  23 Stunden und 45 Minuten über die Ziellinie gewandert: „Ein Mitglied unseres Team musste leider nach 60 Kilometern abbrechen, er tritt jedoch dieses Jahr – dieses Mal viel besser vorbereitet – noch einmal an“, erzählt Bergmann.  Für ihn und das Team zähle in erster Linie nicht die Zeit, sondern, dass sie es zusammen als Team ans Ziel schaffen.

Damit das glückt, gibt es Unterstützer- sogenannte Supporter-Teams. Vorgeschrieben sind zwei Supporter pro Läufer-Team, dieses Jahr wollen die Mannem Alpinis mit insgesamt acht  Supportern antreten. Mit dabei ist auch Bertold Roth von pro clima, er wird zusätzlich live von dem Oxfam-Trailwalker twittern.

Startbedingungen – nicht nur der Wille zählt: 2000 Euro an Spenden müssen gesammelt werden

Nicht jeder, der will, darf auch automatisch beim Oxfam-Trailwalker 2012 starten. Jedes Team muss vorher 2000 Euro sammeln. Oxfam schreibt auf seiner Webseite dazu: „ Ist dieser Mindestbeitrag bis 24 Uhr am Mittwoch, 5. September 2012, nicht erreicht, darf das Team nicht starten. Der Oxfam Deutschland Trailwalker ist nämlich keine gewöhnliche Wanderung: Er ist der längste Charity-Lauf der Welt. Alle Spenden fließen in die Projekte von Oxfam Deutschland.“

Weitere Infos: http://trailwalker.oxfam.de/Ein-Team-sponsern

Spenden über die Homepage

Spenden per Überweisung oder Lastschrift

Per Überweisung und Lastschrift kann auch gespendet werden. Dazu diesen Flyer (hier als PDF-Dokument) ausdrucken, ausfüllen und dann an Oxfam schicken.

 

Hintergrund:  Oxfam Deutschland e.V.

In den kommenden Monaten werden wir regelmäßig im pro clima Blog über die Vorbereitungen, Aktionen und Personen, die hinter den Mannem Alpinis stecken, berichten. Nächsten Montag Woche gibt es ein Interview mit Günter Bergmann – das Thema: Lust am Leiden oder Schmerz für eine bessere Welt ? Bergmanns Motivation,  100 Kilometer zu laufen.

baufreitag Roth No 5 mit dem Schwerpunktthema Dämmen mit natürlichen Materialien

baufreitag am 11.Mai 2012   in der LBV Umweltstation Hilpoltstein

30 Grad am Rothsee ( wir hatten auch schon einmal -20 im Februar) : Baden oder Bildung & Netzwerken , das ist hier die Frage.Dank der interessanten Vorträge und den angenehmen & konstruktiven Gesprächen hat niemand die Entscheidung für den baufreitag an diesem extrem heissen Frühlings/ Sommertag bereut.

Schwerpunktthema: DÄMMEN mit natürlichen Materialien–ganz einfach ? Das grobe Rezept klingt schon mal simpel: Man zerfasere Holz , mahle Mehl aus Glas  und schäume mineralische Rohstoffe auf und erhält so  sinnvolle, zukunftsfähige & öko-logische DÄMMUNGEN. Wie immer sind natürlich neben einer  hervorragenden Produktqualität die Datails bei Planung und Ausführung die Hauptfaktoren einer einwandfrei funktionierenden Isolationsebene.

Agenda

  • Einführung zum baufreitag
  • Fassadendämmung mit Holzweichfaserplatten -nachhaltige Wärmedämmverbundsysteme mit Know-How. Referent  Dipl.Ing Henry Nocullak, Fa Inthermo,  die natürliche Dämmung
  • Dämmung unter der Bodenplatte mit Recyclingglas in Schotterform . Referent: Hans- Jürgen Landauer, Fa. Misapor Schaumglasschotter

DER KOMPLETTE BERICHT MIT BILDERN IST HIER MIT EINEM KLICK VERLINKT

Wälderhaus in Hamburg: „Beeindruckend, minimalistisch, ehrlich“

Besucher können bereits erahnen, was für eine besondere Beton-Holzkonstruktion hier entsteht: Beim  Hamburger Holzforum am 9. Mai wurde das Wälderhaus vorgestellt.  „Es ist minimalistisch, beeindruckend und gleichzeitig ehrlich“, sagt Joachim Groß von Baupraxis. Der pro clima Regionalvertreter hat den Rohbau des Wälderhauses besichtigt: „Von außen wirkt es so, als wäre alles aus Holz, aber aus Brandschutzgründen sind Erd- , erstes Obergeschoss und Treppenhaus aus Stahlbeton. Das Schöne daran ist: Die Planer stehen zu den Materialien. Diese Bereiche sind nicht extra mit Holz bekleidet.“

Auch die Technik des Gebäudes -  wie Lüftung und Rohre, die untern den Betondecken verlegt sind -  ist für alle sichtbar. Eine weitere Besonderheit: Zwischen der Außenwand und der Fassade, die aus regionalem Lärchenholz verkleidet wird, ist extra Hohlraum eingeplant: Hier sollen sich Tiere einnisten. Die Fassade soll zudem später mit grünen Inseln bereichert werden.

Bauherr und Architekt des Wälderhauses haben beim Holzbauforum Hintergründe und weitere Planungen vorgestellt. Ins Erdgeschoss soll ein Restaurant einziehen, im ersten Stock Platz für Seminarräume geschaffen und in den drei weiteren Stockwerken Hotelzimmer entstehen. Die obere Stockwerke sind komplett aus Holz, leichte Kurven führen durch den Flur und das Dach soll später komplett grün werden.

Das Wälderhaus im Hamburge liegt am Haupteingang des künftigen Wilhelmsburger Inselparks. Weitere Informationen auf dem Onlineauftritt des Wälderhauses: http://www.waelderhaus.de/

Joachim Groß hat ein paar Eindrücke des Holzbauforums und des Wälderhauses festgehalten:

proclima_Ausstellungsstand TeilnehmerInnen WälderHaus_Aussenansicht Wälderhaus_Innenansicht WälderHaus_Modell WälderHaus_Plakat